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und "Das Bild des Kaisers" (im "Taschenbuch für Damen"). Für Brockhaus in Leipzig ("Blätter
für literarische Unterhaltung") schrieb er eine Rezension über W. Scotts "Leben Napoleons".
Im Sommer 1827 unternahm Hauff eine Reise nach Tirol, um den Stoff für eine größere
Geschichtsnovelle im Stile seines Romans "Lichtenstein" zusammenzutragen: "Ich möchte
die Kämpfe in Tirol im Jahre 1809 in den Rahmen eines Romans fassen. Ich liebe Gegend
und Volk jener Berge, und in neuer Zeit scheint mir kein Bild so interessant als dieser Streit
zwischen reinem Patriotismus und dem Ehrgefühl einer stolzen Armee, zwischen redlichen,
einfältigen Sitten und den Erfindungen und Künsten der Menschen."
Das Werk wurde nicht mehr ausgeführt. Im August wieder zu Hause angekommen, erhielt er
den Besuch des Dessauer Lyrikers Wilhelm Müller (1794 1827), eines Mitarbeiters seines
"Morgenblattes", zu dem er sich besonders hingezogen fühlte. Die Kunde vom Tode Müllers,
der bald nach dessen Abreise erfolgte, erschütterte ihn zutiefst. Bei dem Begräbnis eines
Stuttgarter Freundes hatte sich Hauff erkältet. Wegen seiner vielen Arbeit beachtete er seine
Erkrankung nicht. Am
10. November wurde ihm und seiner Gattin Luise ein Töchterchen geschenkt. Zu dieser Zeit
mußte er, schon schwer erkrankt, das Bett hüten. Seine Krankheit steigerte sich zu einem
Nervenfieber. Er begeisterte sich noch an den Erfolgen der gegen die Türken
aufgestandenen Griechen. Fieberdelirien umdüsterten seinen Geist. Noch einmal bei klarem
Bewußtsein, nahm er Abschied von seinen Lieben. Am 18. November erlag er seiner
tückischen Krankheit kaum fünfundzwanzig Jahre alt.
Für den so jung verstorbenen schwäbischen Dichter fand sich allgemeine Teilnahme. Ein
Privilegium auf zwölf Jahre gegen den Nachdruck seiner Werke, die von Gustav Schwab in
36 Bändchen bei der Brodhagschen Verlagsbuchhandlung herausgebracht wurden, sollte
gemäß dem Willen des Königs von Württemberg den Unterhalt der Witwe und des
Töchterchens sichern. Ein Stich Holders und eine Büste Th. V. Wagners, auf Anregung von
Hauffs Freunden hin angefertigt, bewahrten des Dichters Züge der Nachwelt.
Am 5. Dezember 1827 brachte das "Morgenblatt" den Nachruf Ludwig Uhlands, dessen erste
und letzte Zeilen lauten:
Dem jungen, frischen,
farbenhellen Leben,
Dem reichen Frühling, dem kein
Herbst gegeben,
Ihm lasset uns zum Totenopfer
zollen
Den abgeknickten Zweig den
blütenvollen.
Die Asche ruht. Der Geist
entfleucht auf Bahnen
Des Lebens, dessen Fülle wir nur
ahnen,
Wo auch die Kunst ihr himmlisch
Ziel erreicht
Und vor dem Urbild jedes Bild
erbleicht.
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